mafi Verlegefibel

Online Anleitung

Für uns sind echte Naturholzböden begehbare Kunstwerke. Die Kunstform entspringt einerseits der Natur und ihrer Einzigartigkeit, andererseits aber auch der Inszenierung innerhalb von Räumen.

Letzteres obliegt Profis mit einem Gespür für Ästhetik und dem Material Holz.

Unsere Böden sind nur so gut wie Ihre Verlegung. Dazu braucht es Fachwissen, Erfahrung und das richtige Auge.

In unserer Verlegeanleitung geben wir einen schnellen Überblick der entscheidenden Faktoren zur idealen Verlegung von mafi Naturholzböden.
Wir behandeln dabei Themen wie Untergrundvorbereitung, Verlegearten und den Prozess des Nachölens. Wir möchten Ihnen damit das Arbeiten erleichtern und eine optimale Verlegung ermöglichen.

Am Ende sind Sie es, die Professionisten, die unsere Kundenzufriedenheit maßgeblich beeinflussen. Wir möchten uns dafür bei Ihnen bedanken und hoffen, Ihnen hiermit einen guten Service zu bieten.

PRÜFPFLICHT

  1. ​​​​​​Überprüfung des Untergrundes auf seine Normgerechtigkeit (z. B. durch Gitterritzprüfung, Hammerschlagprüfung oder ähnliche im jeweiligen Land übliche Prüfverfahren) vor der Verlegung. Zum Beispiel: DIN 18356 (Parkettarbeiten), DIN 18202 (Maßtoleranzen)
  2. Messung der Trockenheit des Estrichs (mittels CM-Messung) vor der Verlegung bei nicht beschleunigten Estrichen.

Maximalwerte Feuchtigkeit (CM-%):
- Zementestrich unbeheizt:      ≤ 2,0
- Zementestrich beheizt:            ≤ 1,8
- Anhydritestrich unbeheizt:     ≤ 0,5
- Anhydritestrich beheizt:           ≤ 0,3

Laut ÖNORM B 3732:2013
Bei allen beschleunigten Estrichen erfolgt die Beurteilung der Belegereife durch Messung(en) und Freigabe durch den Estricheinbauer bzw. den Beschleunigungsmittelhersteller in Anwesenheit von Bodenleger und Autraggeber.

Die Messungen sind in einem Protokoll zu dokumentieren und die Belegereife ist vom Auftraggeber schriftlich freizugeben.

UNTERBODEN

mafi Naturholzböden können problemlos auf normgerechten, für die Verlegung von Landhausdielen/Hirnholz-Elementen, freigegebenen, Untergründen verarbeitet werden:

  • Estrich, CT/CA/MA/AS
  • Trockenestrich (Fermacell)
  • Verlege-, Span- oder OSB-Platten
  • Blindbodenkonstruktionen, Balkenlagen etc.

Je nach Untergrund können mafi Naturholzböden schwimmend, genagelt/verschraubt oder teilflächig/vollflächig verklebt verlegt werden. Dielen mit einer Stärke von < 14 mm und Domino-Böden müssen fest mit dem Unterboden verklebt werden.

Achtung: Hinsichtlich etwaige Voranstriche oder Feuchtigkeitssperren, der konkreten Verwendung oder andere vorbeugende Maßnahmen sind die Informationen des jeweiligen Klebstoffherstellers zu beachten.

OBERFLÄCHENTEMPERATUR
Der Estrich muss vor dem Beginn jeder Verlegearbeit (auch im Sommer) aufgeheizt werden. Hier ist das Aufheizprotokoll zwingend erforderlich. Das gilt auch für Erneuerungen im Altbaubereich, wenn auf alten Estrichen verlegt wird, auf denen bereits andere Belagsarten gelegen haben.

Vor der Verlegung ist ein Aufheizprotokoll vom ausführenden Installateur anzufordern, um eine geordnete Verlegung zu garantieren. Für die Verlegung ist eine Oberflächentemperatur des Estrichs von ca. 15–18 °C notwendig. Nach Abschluss der Verlegearbeit darf diese Temperatur drei bis vier Tage lang nicht geändert werden (je nach Aushärtezeit des Klebstoffes). Es sind auf dem bauseits normgerecht eingebauten Estrich ausschließlich handelsübliche Klebstoffe und Voranstriche zu verwenden, die vom Hersteller als „für Fußbodenheizung geeignet“ bezeichnet werden.

Zur Kontrolle der Oberflächentemperatur empfiehlt es sich, eine Heizplombe, Fidbox oder Ähnliches an einer exponierten Stelle zu platzieren, um eine Dokumentation der Werte durchführen zu können.

Dies dient nicht nur dem Service am Endkunden, sondern liefert auch unterstützende Werte bei etwaigen Beanstandungen. Heizen Sie bei der ersten Inbetriebnahme und bei Inbetriebnahmen zu Beginn jeder Heizperiode nur stufenweise auf.

Aufgrund der hygroskopischen Eigenschaften des Naturproduktes Holz und der raumklimatischen Verhältnisse während der Heizperiode können Fugen im Stirn- und Längsbereich (im mm-Bereich) nicht ausgeschlossen werden.

Optional kann eine H-Verleimung, insbesondere bei Breiten > 240 mm, vorgenommen werden, um dem Fugenrisiko entgegenzuwirken. Sie sind im Allgemeinen gleichmäßig verteilt, stellen aber keinen Qualitätsmangel dar. Die Fugen sollten sich bei normalem Raumklima wieder schließen.

RICHTWERTE WÄRMEDURCHLASSWIDERSTAND MAFI NATURHOLZBÖDEN

Nadelholzboden: 0,08–0,21 m² K/W
Laubholzboden: 0,07–0,19 m² K/W

Bitte beachten Sie:
Um einen Raum heizen zu können, sollte der Wärmedurchlasswiderstand nicht größer als 0,17 m² K/W sein.
Bitte berücksichtigen Sie auch etwaige Dämmunterlagen (z. B. PU-Korkmatte 2 mm = 0,04 m² K/W).

Ein größerer Wärmedurchlasswiderstand bedeutet nicht, dass die Wärme verloren geht. Sie braucht nur länger, bis sie durch das Holz kommt, bleibt dann aber auch länger erhalten.

VORBEREITUNG

  • LAGERN

  • ÖFFNEN

  • MISCHEN

Lagern Sie die einzelnen Dielenpakete vor Feuchtigkeit geschützt und temperiert bei 15–25 °C und öffnen Sie die Pakete erst direkt vor der Verlegung. Bei einem Naturprodukt können Farbe und Struktur aufgrund des ursprünglichen Standortes des Baumes unterschiedlich sein.

Um ein ausgewogenes und für Sie passendes Flächenbild zu erhalten, ist es zwingend erforderlich, Dielen aus mehreren Paketen zu mischen, um evtl. einer Plakatbildung vorzubeugen. Bereits verlegte Flächen sind diesbezüglich von der Reklamation ausgeschlossen. Überprüfen Sie zudem die Dielen auf etwaige Mängel und reklamieren Sie diese unbedingt vor der Verlegung. Beanstandungen zu offensichtlichen Mängeln bereits verlegter Ware sind von der Gewährleistung ausgenommen.

VERLEGUNG

Folgende vier Verlegearten können für mafi Naturholzböden mit symmetrischem 3-Schicht-Aufbau angewendet werden:

  • schwimmende Verlegung
  • genagelte/verschraubte Verlegung
  • Verlegung auf Polsterhölzern
  • teilflächige Verklebung (Schlitzmatte)/vollflächige Verklebung

mafi Böden < 14 mm Stärke und Hirnholzböden (Domino) werden prinzipiell vollflächig verklebt.

WICHTIG BEI JEDER ART VON VERLEGUNG
Der Schlag mittels passendem Schlagklotz hat immer nur auf
die Feder zu erfolgen und niemals auf die Decklage. So werden feine Absplitterungen vermieden, die erst durch das Nachölen oder erste Wischvorgänge sichtbar werden würden. mafi bietet den passenden Schlagklotz an, der zusammen mit einem mind. 1 kg schweren Hammer für eine einfache Verlegung sorgt.

AUSWINKELN DER VERLEGEFLÄCHE
Bei ungeraden Wänden die erste Diele an der Längskante entlang einpassen und ausschneiden. Die Dehnungsfuge von ca. 10 mm muss auch hier eingehalten werden, sofern nicht durch Wandverfugung oder Sockelleistenwahl eine geringere Fuge nötig ist.

SCHWIMMENDE VERLEGUNG
Bei dieser schnellen und vor allem wohngesunden Verlegetechnik werden die Dielen lediglich in Nut und Feder verleimt.
Der Leim wird an der oberen Nutwange mittels Leimspritze oder Klebstoffflasche durchgehend längs- und stirnseitig gleichmäßig aufgebracht.

Unterlagsmatten:
Als Dämmunterlage empfehlen wir Unterbodenkork (2 od. 4 mm) bzw. andere geeignete Unterlagsmatten. Sollte eine besondere Trittschallverbesserung erzielt werden, empfehlen wir unserer PU-Matte. Diese zeichnet sich auch durch einen geringen Wärme- durchlasswiderstand (0,04 m² K/W) aus und ist daher auch für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet.

GENAGELTE UND VERSCHRAUBTE VERLEGUNG
Für die Verlegung sind unsere geeigneten Dielenschrauben zu verwenden. Diese werden im Winkel von 45° an der oberen Innenkante der Feder angesetzt und so unsichtbar verschraubt. Passende Schrauben sind bei uns erhältlich.

VERLEGUNG AUF POLSTERHÖLZERN
Die Stärke der Dielen sollte mindestens 19 mm betragen.
Der Abstand zwischen den Polsterhölzern sollte 40 cm nicht überschreiten.Bei abgeschnittenen Dielen unter 1,5 m empfehlen wir zusätzlich eine Sparschalung zu verwenden.

VOLL- UND TEILFLÄCHIGE VERKLEBUNG
Eine verklebte Verlegung wird besonders in folgenden Anwendungsbereichen empfohlen:

  • im Objektbereich
  • bei Heizestrichen (um einen möglichst geringen Wärmewiderstand zu erhalten)
  • bei schwierigen Verlegungen (z. B. Anschlüssen an Fliesen, Kachelöfen etc.)
  • im Nassbereich (Bad/Wellness etc.)


Klebstoffe und Anstriche:
Für die vollflächige Verklebung empfehlen wir geeignete Parkettklebstoffe nach EN 14293, idealerweise mit EC1 o. ä. Prüfung, um schädliche Emissionen zu vermeiden. Hierzu sprechen Sie bitte mit Ihrem Klebstoffhersteller und lassen sich eine Aufbauempfehlung durch diesen aussprechen.

Bei schwierigen Untergründen wie Altestrichen oder zu geringen Haftzugsfestigkeiten empfiehlt es sich, vor der Verklebung einen Voranstrich vorzunehmen und unbedingt Rücksprache mit dem Klebstoffhersteller zu halten. Dafür geeignet sind Primer oder gleichwertige Produkte – abgestimmt auf den entsprechenden Klebstoff. Die Trocknungszeit je nach Herstellerangaben ist zu beachten. Bei zweimaligem Auftragen sind manche dieser Produkte auch für eine Kapillarfeuchtigkeitsabsperrung geeignet (bis zu 5 % Restfeuchtigkeit). Der Unterboden muss vor dem Kleberauftrag staubfrei sein. Der Kleber wird mittels passender Zahnspachtel auf dem Unterboden aufgetragen.

Je nach Klebstoff empfohlene Spachteln (TKB-Standard):

  • mafi Dielen: B5 / B11 / B13
  • mafi Dünndielen: ab B3
  • mafi Domino: ab B11

Die Dielen müssen gleichmäßig mit dem Klebebett vernetzt werden. Deshalb ist auf einen gleichmäßigen Kleberauftrag und eine saubere Verarbeitung zu achten.

Kleberflecken und -rückstände sollten umgehend mithilfe unserer Reinigungstücher
(z. B. RT 5960) entfernt werden. Fugen im Unterbau müssen auch bei der Verlegung der Dielen übernommen werden. Diese sollten mit dauerelastischer, farblich passender Parkettdichtmasse geschlossen werden.

Eine zusätzliche Verleimung von Nut und Feder sollte nicht vorgenommen werden (Gefahr von Blockabrissen). Eine Ausnahme stellt eine optionale H-Verleimung bei Dielenbreiten > 240 mm dar. Dehnungsfugen im Estrich können auch mit einem Entkopplungsvlies im Kleberbett überbrückt werden. Alternativ können Dehnungsfugen auch nach Freigabe des Klebstoffherstellers kraftschlüssig geschlossen werden.

Verlegung im Badezimmer

Für Nassbereiche (Bad/Wellness) ist ein Voranstrich passend zum Kleber notwendig. Dabei sind die Verarbeitungsvorschriften des Klebstoffherstellers genau einzuhalten.

Es ist notwendig, die Dielen mittels geeignetem Klebstoff mit dem Untergrund vollflächig zu verkleben.

Rand- und Dehnungsfugen von mind. 10 mm müssen unbedingt eingehalten werden – vor allem auch bei Anschlüssen an sanitäre Keramik (Badewannen, Duschtassen).

Nach der Verlegung und dem Nachölen kann in die Dehnungsfugen eine Rundschnur eingelegt, der Parkettrand abgeklebt, und die Fuge mit Parkettfugendichtmasse gut abgedichtet werden. mafi Naturholzböden werden so vor „Feuchtigkeitsunterwanderung“ geschützt.

Verlegung von

Fischgrät und Chevron

Alle mafi Fischgrät- und Chevronböden müssen verklebt bzw. verschraubt werden. Bei Böden für die Fischgrät- bzw. Chevronverlegung muss die Feder bei 50 % der Dielen auf der linken und bei 50 % der Dielen auf der rechten Seite der Diele sein.

Vorbereitung von Fischgrät- bzw. Chevronverlegung:
Die gemessene und errechnete Mitte des Raumes mithilfe einer Kalkschnur und eines Schnurschlags anzeichnen. Mithilfe eines vorgeschnittenen Dreiecks in der exakten Größe eines Fischgrät/ Chevron-Zopfes die ersten Dielen exakt anlegen und fest verleimen bzw. schrauben. Die weiteren Bahnen dann anhand der ersten anlegen.

Für Friesverlegung an den Raumwänden mittels Schnurschlag die genaue Friesbreite markieren und die Fischgrät/ Chevron Bahnen bis über diese verlegen.

Anschließend mit einer Kreissäge präzise trennschneiden und eine neue Nut einfräsen. Nutmaß: H x T = 3,69 x 7 mm

Verlegung von Domino

Für die Verlegung des Bodens sollten unbedingt Professionisten herangezogen werden. Wir empfehlen von mafi zertifizierte bzw. geschulte Bodenleger für die Verlegung dieses Produktes.

Unterboden bei Domino-Verlegung:
Die Verlegung ist ausschließlich auf normgerechtem (Bsp.: DIN 18202) und statisch unbedenklichem Untergrund möglich.
mafi Domino-Böden müssen vollflächig verklebt werden.
Die Überprüfung des Untergrundes auf seine Normgerechtigkeit

(z. B. durch Gitterritzprüfung, Hammerschlagprüfung oder ähnliche im jeweiligen Land übliche Prüfverfahren) muss vor der Verlegung erfolgen.

Die maximale Feuchtigkeit des Zementestrichs darf 2 CM-% nicht übersteigen (bei Fußbodenheizung 1,8 CM-%). Weiters muss die geeignete Haftzugfestigkeit festgestellt werden (mind. 1,2 N/mm² - höchste Beanspruchungsklasse).

Der Untergrund darf in jede Richtung auf eine Länge von 2 m max. 3 mm Niveauunterschied aufweisen. Dies stellt eine erhöhte Anforderung in Bezug auf DIN 18202 dar.

Es sollte ein Fugenplan von dem zuständigen Heizungstechniker bzw. Estrichbauer angefordert werden (vor allem bei Objektflächen). Die Fugen müssen unbedingt bei der Verlegung des Bodens mit eingeplant werden.
Es dürfen ausschließlich geeignete Parkettklebstoffe verwendet werden.

Für die vollflächige Verklebung empfehlen wir geeignete Parkettklebstoffe nach EN 14293, idealerweise mit EC1 o. ä. Prüfung, um schädliche Emissionen zu vermeiden. Hierzu sprechen Sie bitte mit Ihrem Klebstoffhersteller und lassen sich eine Aufbauempfehlung durch diesen aussprechen.

Domino-Verlegung und Verfugung:
Die Domino-Elemente müssen in dem Raum, wo sie verlegt werden, mindestens zwei Tage lang gelagert werden, um sich zu akklimatisieren. Sollten die 20 x 40 cm großen Elemente leicht gewölbt sein, kann das Netz an der Bodenunterseite in mehrere Teile geschnitten werden.

Die einzelnen Elemente (20 x 40 cm) sollten aus mehreren Paketen gemischt und im „wilden Verband“ verlegt werden, um eine gute Durchmischung der Elemente zu erzielen und eine Plakatbildung zu vermeiden. Verlegte Böden sind von der Reklamation ausgeschlossen. Der Raum sollte vor der Verlegung ausgewinkelt werden, um einen geraden Verlauf der Elemente zu erzielen. Danach werden mehrere Bahnen gleichzeitig im Verlegeverlauf verlegt und die Elemente fixiert.

Der Kleber wird mittels einer Zahnspachtel (Größe B11) gleichmäßig auf den Untergrund aufgetragen. Es gelten die ÖNORM B 7218 und EN 13892. Die einzelnen Holzstücke müssen satt im Klebstoff sitzen und gut in diesen eingedrückt werden. Bereiche, die größer als

5 x 5 m sind, benötigen eine Dehnungsfuge von 10 mm. Hierbei wird die Innenseite der Holzfuge mit entsprechendem Primer bestrichen und anschließend eine 13-mm-Rundschnur eingelegt. Alternativ kann mit einem Korkstreifen gearbeitet werden.

Anschließend werden die Fugen mit dauerelastischem Füllmaterial (Primer oder Fugenmasse im passenden Farbton) ausgefüllt.
Achtung: Dehnungsfugen müssen während der Verlegung bereits ausgelassen und erst danach bearbeitet werden.

Schleifen von Domino Böden:
Nach kompletter Durchhärtung des Klebstoffes können Domino- Böden geschliffen werden. Wir empfehlen, mit einem gröberen Korn zuerst diagonal und anschließend mit einem feineren Korn in Lichteinfallsrichtung zu schleifen. Danach können etwaige Risse oder Fugen mit Schleifstaub und Fugenkittmasse gefüllt werden. Nach Aushärtung des Kitts, den Feinschliff mit einem feinen Korn durchführen, um einen gleichmäßigen Oberflächeneffekt zu erzielen.
Für die Bearbeitung an den Raumrändern empfehlen wir einen Exzenter-Schleifer zu verwenden.

Nachbehandlung

mafi Naturholzböden werden bereits einmal im Werk geölt.

Um eine perfekte Oberfläche zu gewähren, muss der Boden
nach der Verlegung noch einmal nachbehandelt werden. Nur vollständig nachbehandelte Böden sind an Endkunden zu übergeben. Die Nachbehandlung erfolgt je nach Oberfläche mit mafi Holzbodenöl oder mafi Pflegeölbalsam (Mengen je nach Saugfähigkeit des Holzes):

NACHBEHANDLUNG MIT MAFI HOLZBODENÖL

VORSICHT: SELBSTENTZÜNDUNGSGEFAHR! Tränken Sie Tücher und Pads in Wasser und entsorgen Sie diese entsprechend!

Wir empfehlen bei vollflächiger Verklebung des Bodens die Fläche frühestens 6 Stunden nach der Verlegung nachzuölen. Dabei sind stets die Hinweise des Klebstoffherstellers zu beachten. Das mafi Holzbodenöl wird lokal in geringer Menge auf dem Boden aufgebracht. Das Öl ist umgehend mithilfe einer Einscheibenmaschine und eines passenden weißen Poliervlieses zu verteilen und in das Holz einzumassieren.

Ergiebigkeit von 1 l mafi Holzbodenöl: ca. 60 - 90 m² je nach Saugfähigkeit des Holzes. Bei Vulcano Böden kann der Bedarf höher sein. Bei rohen Böden kann der Bedarf doppelt so hoch sein.

Die Maschine und das weiße Pad sollten direkt auf die Stelle mit dem Öl gestellt und erst dann aktiviert werden. So werden etwaige Ölspritzer vermieden. Es empfiehlt sich, immer nur in kleinen Flächen und stets in Dielenrichtung zu arbeiten. Verbleibende Ölrückstände (Spritzer, überschüssiges Öl) müssen sofort mit einem Tuch aufgenommen oder mit dem Poliervlies einpoliert werden.

RANDBEREICHE UND TROCKNUNG
Verbleibende Ölrückstände (Spritzer, überschüssiges Öl) müssen sofort mit einem Tuch aufgenommen oder mit dem Poliervlies einpoliert werden. Randbereiche und schwer zugängliche Ecken sollten per Hand nachgeölt werden. Nach dem Einpolieren des Öls mit dem weißen Poliervlies sollte die gesamte Fläche mit Schafwollpads trocken poliert werden. Es dürfen keine Ölrückstände auf der Oberfläche verbleiben. Nicht auspoliertes Öl wird klebrig. Nach dem Ölen ist der Boden nach 24 Stunden schonend begehbar.

Die endgültige Aushärtung des Öls benötigt ca. 10–14 Tage, je nach Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Durchlüftung. In dieser Zeit darf der Boden nicht mit Wasser oder anderen Reinigungsmitteln behandelt werden – Fleckengefahr. Sollte der Boden nach den ersten 24 Stunden bereits stärker beansprucht werden müssen, empfiehlt es sich, den Boden mit einer atmungsaktiven Matte abzudecken. Bevor die Matte ausgelegt werden kann, muss geprüft werden, ob die Oberfläche trocken ist.

Sollte das Öl während der Bearbeitungszeit zäh werden, sodass ein optimales Polieren nicht mehr möglich ist. ist sofort mit einem frischen, weißen Pad die Fläche auszupolieren.

Achtung: Holzbodenöl weiss sollte kleinflächig und zügig verarbeitet werden, um Übergänge zu vermeiden. Arbeiten in Dielenrichtung führt zu einem gleichmäßigen Oberflächenbild. Bei starker Sonneneinstrahlung sowie warmen Temperaturen sollte der Boden beschattet und die Fußbodenheizung runtergefahren werden. Ansonsten kann durch die hohe Oberflächentemperatur das Öl nicht gleichmäßig aushärten und es können Wolken oder Fleckbildungen entstehen. Die Räume sollten ausreichend durchlüftet werden. Die empfohlene Boden-, Raum- bzw. Produkttemperatur bei der Verarbeitung liegt bei 18–25 °C. Durch das Nachölen kann es zu Farbveränderungen kommen. Insbesondere Randbereiche und schwierige Ecken können per Hand oder mit einem Schwingschleifer geölt werden. Wir bieten dazu passende Handpads inkl. Handpadhalter an.

NACHBEHANDLUNG MIT PFLEGEÖLBALSAM NATUR

  • extrem weiß, grau und graphit grau geölte Böden
  • gelaugt, weiss geölte Böden
  • tiefweiß und silber naturierte Oberflächen
  • Böden mit Rohholzoptik
  • kundenspezifische/Custom-Oberflächen (BTC)

Verarbeitung: Nach der Verlegung den mafi Pflegeölbalsam natur mittels Baumwoll-Flächenwischer in Längsrichtung der Dielen auftragen. Hierbei ist es sinnvoll, kleinflächig zu arbeiten. Ergiebigkeit per Liter: ca. 20 m² ( je nach Saugfähigkeit des Holzes). Den Balsam einwirken lassen: Der Boden ist nach ca. 4 Stunden getrocknet und wieder begehbar. Tipp für Glanzeffekt: Die gesamte Fläche kann nach der Trocknung auch mittels Einscheibenmaschine und eines Schafwollpads auspoliert werden. Der Glanz-effekt ist nur temporär und muss regelmäßig erneuert werden. 

NACHBEHANDLUNG DOMINO

Domino-Böden müssen nach dem Feinschliff mit mafi Holzbodenöl oder mafi Profiöl behandelt werden. Es ist unbedingt eine geölte Musterfläche (natur bzw. weiss) vor Ort zu fertigen. Die von mafi werkseitig gefertigten Muster können farblich abweichen.

Vor dem Ölen muss der Boden abgesaugt werden. Das Öl wird mittels Kurzhaarroller oder Spachtel gleichmäßig aufgebracht. Bei weißem Öl sollte besonders auf eine gleichmäßige Pigmentierung geachtet werden. Es empfiehlt sich, in kleinen Flächen und zügig zu arbeiten. Zwingend ist zu vermeiden, dass Öl stehen bleibt. Dies führt zu sofortiger Fleckenbildung. Durch das stark saugende Hirnholz empfiehlt sich ein zweimaliger Auftrag. Der zweite Öl-Vorgang sollte jedoch erst nach 24 Stunden erfolgen. Der Bedarf an mafi Öl für einmaliges Ölen liegt bei ca. 2–2,5 l für ca. 25 m² Bodenfläche.

Der Boden wird nach jedem Ölauftrag mit der Einscheibenmaschine und einem grünen Pad poliert. Abschließend wird die Fläche mit einem Schafwollpad trocken poliert. Der Boden ist 24 Stunden nach dem Ölen bereits schonend begehbar und sollte für 2 Wochen nicht mit Flüssigkeiten in Berührung kommen, damit das Öl gänzlich in die Holzporen einziehen und aushärten kann.

Pflege Domino:
mafi Domino-Böden sind ausschließlich mit der mafi Holzbodenseife zu reinigen und pflegen. Achtung: Durch zu hohe Luftfeuchtigkeit oder zu feuchte Pflege mit mafi Holzbodenseife kann sich der Domino-Boden ausdehnen. Die Wandabstände und Trennfugen sind nachzukontrollieren. Bei Bedarf sofort nacharbeiten.

Tipps, Tricks und Wissenswertes

Jeder Boden ist einzigartig! Farb- und Strukturunterschiede liegen in der Natur des Holzes. Muster können aufgrund von unterschiedlichen Materialchargen, des Lichteinflusses oder der Pflege farblich abweichen.

GELAUGTER BODEN
Nach dem Auftrag der Lauge verändern sich durch den unterschiedlichen Harzgehalt der Hölzer die einzelnen Dielen in der Farbschattierung. Insbesondere kurz nach dem Laugenvorgang und dem Nachölen weisen die Dielen deutliche Farbunterschiede auf. Durch UV-Einstrahlung und Pflege mit der mafi Holzbodenseife wird nach ca. 6 Monaten ab Verlegung das gesamte Oberflächenbild wieder gleichmäßiger.

VULCANO-BÖDEN
Die edle, dunkle Farbgebung der Vulcano-Böden wird durch eine spezielle Wärmebehandlung (Hochtemperatur Holztrocknungsverfahren) ohne jede Chemie nur mit Wärme und Wasser erzielt. Quell- und Schwindverhalten sowie innere Spannungen verringern sich. Zusätzlich erhöht sich die Resistenz gegen Pilze und Schädlinge. Des Weiteren nimmt auch die Dimensionsstabilität zu. Da der Boden durch die Wärmebehandlung vollkommen natürlich bleibt, ist es auch notwendig, ihn bei starker UV-Einstrahlung zu beschatten, um Aufhellungen zu vermindern.

LEIM
Im Hause mafi wird zur Verleimung nur PVAc (Weißleim) eingesetzt. Weißleim wird aus Wasser, Kohle, Kalk und Essigsäure hergestellt – ohne Lösungsmittel, die Allergien auslösen können. Gesundheitsgefahren durch Weißleim sind nicht bekannt. Bei mafi werden keine formaldehydhaltigen Systeme angewendet. Daher kann unser Fußboden in die Klassifizierung E1 eingestuft werden (lt. ÖNORM EN 14342). Zusätzlich sind unsere Böden „MAS certified green“ und als „declare Red List Free“ zertifiziert.

UNTERSCHEIDUNG VON OBERFLÄCHEN
Werksoberfläche = vorgeölte Oberfläche ab Werk
Verlegeoberfläche = professionell nachgeölte Oberfläche nach Verlegung vor Ort
Muster weisen im Normalfall eine Werksoberfläche auf.

VERLEGER
Der Verleger hat die Ware vor dem Einbau auf Farbe und sichtbare Mängel zu prüfen. Verlegte Ware ist von der Reklamation ausgeschlossen.

OBERFLÄCHENTEMPERATUR
In den Wintermonaten wird vor jeder Reinigung der Dielen empfohlen, die Oberflächentemperatur abzusenken. Die Oberflächentemperatur des Fußbodens sollte bei einer Raumtemperatur von 21 °C an keiner Stelle 29 °C überschreiten. Dauerhaft erhöhte Temperaturen führen zu erhöhter Rissbildung. Bei Teppichen oder Einrichtungsgegenständen auf dem Holzfußboden muss wegen der höheren Oberflächentemperatur mit Fugenbildung gerechnet werden.
Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Pflegeanleitung.

RAUMKLIMA
Das Raumklima ist sowohl für Ihre Gesundheit als auch für Ihren Naturholzboden ein entscheidender Faktor. Bei einer Temperatur von 21 °C und einer relativen Luftfeuchte von 40–60 % sind die idealen Bedingungen erreicht.

Technische Daten

Alle mafi Böden sind geprüft und folgendermaßen zertifiziert: E1 Cfl-s1

EMISSIONSKLASSE:
E1: Formaldehyd-Ausgleichskonzentration unter 0,1 ppm.

BRANDVERHALTEN:
Brennbarkeitsklassen:
ÖNORM EN 13 501-1
Einstufung (fl = Boden):
A1fl/A2fl = nicht brennbar
Bfl/Cfl = schwer brennbar
Dfl = normal brennbar
Efl/Ffl = leicht brennbar
Rauchentwicklung:
s1 = Rauch = 750 % min
s2 = nicht s1 ( > 750 % min )

Keine der Proben verursacht lt. durchgeführter Prüfung brennendes Abtropfen (entspricht d0). Ausführendes Institut: ÖTI, A-1050 Wien.

RUTSCHHEMMUNGSKLASSE:
Gebürstete Naturholzböden: R10
Eiche gebürstet: R11
Lärche Domino: R13 (bei entsprechender Oberflächenbehandlung vor Ort)

EINSATZBEREICHE:
P1: Geeignet für geringe bis mittlere Beanspruchung: Schlaf-, Kinder- und Wohnzimmer o. ä.
P2: Geeignet für mittlere bis starke Beanspruchung: Küche, Esszimmer o. ä.
O: Geeignet für Objektbereiche

Fußbodenheizungstauglich: Voraussetzung: Einhaltung der Verlege- und Pflegeanweisung! Bei der Verwendung von Bodenkühlsystem ist die Freigabe durch den Bodenkühlungshersteller einzuholen. Generelle Voraussetzung für den Einsatz des Kühlsystems ist, dass die Temperatur der Kühlung maximal 3 °C unter der Raumtemperatur liegen darf. Weiter sollte die Kühlung am Stück durchlaufen und nicht an- und abgeschaltet werden. Es ist unbedingt die Bildung von Kondenswasser zu vermeiden, da dieses die Spachtelmasse oder den Kleber angreifen kann.

Genaue Angaben zu den einzelnen Böden und deren Eignung entnehmen Sie bitte unserer aktuellen Preisliste.

regelmäßige Pflege

Für die optimale Reinigung und Pflege eines mafi Naturholzbodens sind ausschließlich mafi Pflegeprodukte zu verwenden. Andernfalls erlischt jeglicher Gewährleistungs- und Garantie- anspruch.

Zur regelmäßigen Reinigung Ihres mafi Naturholzbodens empfehlen wir die passende mafi Holzbodenseife in Kombination mit einem Baumwollwischmop und zwei Eimern.

mafi bietet dafür passende Gesamtlösungen. Detaillierte Informationen zur Pflege von mafi Naturholzböden finden sich in der mafi Pflegeanleitung, die allen mafi Böden im Paket beigelegt wird, sowie auf unserer Website
mafi.com.

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